Goethes Zeitschrift Ueber Kunst und Alterthum

Ueber Kunst und Alterthum

Von den Rhein- und Mayn-Gegenden zur Weltliteratur

hrsg. von Hendrik Birus, Anne Bohnenkamp und Wolfgang Bunzel

134 S. : zahlr. Ill.

978-3-945869-03-1

Vor 200 Jahren erschien das erste Heft von Goethes Zeitschrift ‚Ueber Kunst und Alterthum’. Den AnstoĂź zu diesem Unternehmen hatte Goethe bei seinen Wiesbadener Kuraufenthalten in den Jahren 1814 und 1815 und den sich anschlieĂźenden Besuchen in Frankfurt und im Rheingau erhalten, wo er mit der katholischen Volksfrömmigkeit und der sogenannten altdeutschen Kunst in BerĂĽhrung gekommen war. Um seine EindrĂĽcke einem größeren Kreis von Interessierten zugänglich zu machen, grĂĽndete er das unregelmäßig erscheinende Periodikum ‚Ueber Kunst und Alterthum in den Rhein und Mayn Gegenden’.

Es dauerte aber nicht lange, bis die regionale Beschränkung wegfiel und Goethe den Fokus auf die gesamten deutschsprachigen Länder und bald auch auf ganz Europa ausweitete. Die Besonderheit dieser Zeitschrift, die bis zu seinem Tod fortgefĂĽhrt wurde, besteht darin, dass Goethe selbst ihr wichtigster Beiträger war. Ungeachtet zurĂĽckgehender Absatzzahlen nutzte er sie als bevorzugtes Kommunikationsmittel fĂĽr Freunde und Anhänger, aber auch als Artikulationsorgan fĂĽr seine ästhetischen Ăśberzeugungen. Hier entwickelte er beispielsweise das wegweisende Konzept einer „Weltliteratur“.

Die von Prof. Dr. Hendrik Birus, Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken und Prof. Dr. Wolfgang Bunzel kuratierte Ausstellung stellt das einzigartige Zeitschriften-unternehmen in seinen einzelnen Aspekten vor.

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