Bände 38/39: Aufzeichnungen

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Hrsg. von Rudolf Hirsch und Ellen Ritter in Zusammenarbeit mit Konrad Heumann und Peter Michael Braunwarth. 2 Bände. 2013. Zusammen 2595 S.

 

Hugo von Hofmannsthal: Aufzeichnungen.
Hrsg. von Rudolf Hirsch und Ellen Ritter in Zusammenarbeit mit Konrad Heumann und Peter Michael Braunwarth.
Redaktion: Katja Kaluga in Zusammenarbeit mit Konrad Heumann und Olivia Varwig.
Frankfurt am Main 2013. 2 Bände, 1047 S. (Text), 1578 S. (Erläuterungen)
(Sämtliche Werke XXXVIII/XXXIX)
ISBN: 978-3-10-731539-0 (beide Bände)

 

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Seit Anfang der 90er Jahre haben Rudolf Hirsch (1905–1996) und Ellen Ritter (1943–2011) in Zusammenarbeit mit Konrad Heumann und Peter Michael Braunwarth eine kritische Edition der von Hofmannsthal überlieferten ‚Aufzeichnungen’ erarbeitet. Es handelt sich um ein umfangreiches Konvolut aus Tagebüchern sowie verstreuten Exzerpten, Reflexionen, Aphorismen, Träumen und poetischen Entwürfen, das ihm sein Leben lang als Gedankenvorrat und Merkhilfe diente. Entstanden ist so eine zweibändige, dichte Chronik mit über 2000 eigenhändigen Zeugnissen zu Hofmannsthals innerem und äußerem Leben.

Ein ausführlicher Kommentar sowie ein Register zu Hofmannsthals Werken (500 Einträge) und ein kommentiertes Personenregister (3400 Einträge) erschließen den Text.

Eine Einführung in Hofmannsthals Aufzeichnungen finden Sie im Newsletter des S. Fischer-Verlags Hundertvierzehn.

 

Darin liegt die Faszination dieser Aufzeichnungen: Kein Journal intime zwar, aber doch eines, das von einem quecksilbrig-beweglichen Geist zeugt und einen Einblick in die ungeheuerliche Produktivität erlaubt, die Hofmannsthal in über 40 Jahren entfaltet hat. Man schaut in die Garküche eines Schriftstellerlebens, in der verschiedenste Zutaten zusammengeworfen und auch wieder verworfen werden.
(Timo Günther in: Zeitschrift für Germanistik XXVI, 2/2016, S. 440)

 

Aufzeichnungen normaler Großhirne erschöpfen sich gern in privaten Unmutsbekundungen; nichts davon bei Hu von Ho, dessen hochdiskreter Ozean aus Gedankengestöber und Ideenmagazinen zwar auch mal Adresslisten nach oben spült, sonst aber Zeitgenossen eher links liegen lässt, zugunsten von Calderon, Goldoni, Amiel, Swinburne,Tasso, Kandaules, archaischen Medusen, betretenen Landschaften, Halbträumen voller Geheimniszustände. Da schwirren blaue und goldene Lichter vorbei, Sekundeneinfänge, Blitznotate wie »Der sensible Mörder« oder »sexuelle Osphresiologie«, Keimzellen zu Novellen. Kryptische Notate à la »Gott wickelt sich heraus« oder »Wenn der Festsaal durchsichtig wird, gehören die Sterne mit zum Fest« oder »Manches Nichts erinnert an etwas Wirkliches« trudeln unbenutzbar vorbei. »Er glaubt alles, was er sagt.« Stichwortkonglomerate, unausgewalzte Sprossen und Sporaden, alles paradiert hinter Mattglas vorüber, ach, vorüber, con sordino und sfumato.
(Ulrich Holbein in: konkret 4/2015, S. 50f.)

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