Karl Marx – ein Romantiker

Rainer Hank / Jochen Hörisch

 

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Vor zweihundert Jahren, am 5. Mai 1818, wird Karl Marx in Trier geboren. Die Welt kennt ihn als revolutionären Querkopf, ökonomischen Analytiker und Vordenker des 19. Jahrhunderts. Ein Marxist wollte Marx explizit nie sein. Aber was dann? Womöglich war er ein Romantiker.

Als angehender Poet verfasst Marx ein ‚Buch der Liebe’ und ein ‚Buch der Lieder’, dichtet im Stil von Jean Paul und E.T.A. Hoffmann und träumt davon, im „Reich der wahren Poesie“ ein angesehener BĂĽrger zu werden. Später wurde sein unruhiger Geist von einem anthropologischen und prähistorischen Interesse gepackt. Marx‘ Neugierde galt den germanischen Vergemeinschaftungsformen der „Gehöferschaften“, wo allen alles zur VerfĂĽgung steht. Er schwärmte vom goldenen Zeitalter der freien germanischen Bauern und versenkte sich in den Traum archaischer Gesellschaften von Urhorden mit geduldeter Promiskuität, in denen es noch keine Familien gab, sondern nur das Gebot der MĂĽtter. Am Ende seines Lebens war Marx, gewandelt vom einst utopischen zum dann rĂĽckwärts gewandten Romantiker, an sein Ziel gekommen – als ein Mythologe.

Marx als Romantiker? Darüber diskutieren der Wirtschaftsjournalist Dr. Rainer Hank (FAZ) und der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Jochen Hörisch (Universität Mannheim).

Daten der Veranstaltung

Veranstaltungsort Arkadensaal
Termin 24.04.2018
von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
max. Teilnehmerzahl Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt.
Veranstaltungskosten 4,00 € (Mitglieder)
  8,00 € (Gäste)
Kontakt Kristin Wöckel
E-Mail anmeldung@goethehaus-frankfurt.de
Telefon: 069 / 13880-0

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