WIRD VERSCHOBEN Der Kampf gegen das Meer : Ökologisches im ‚Faust II‘ - WIRD VERSCHOBEN

 Das Modell der „Metamorphose“, das Goethe in seiner Abhandlung und seinem Lehrgedicht über die Pflanzen programmatisch entwickelt hatte, wird im zweiten Teil des ‚Faust‘ neu aufgenommen. In der bewegten Szenenfolge der Klassischen Walpurgisnacht erscheint das Meer als Ursprungsort eines wuchernd-wilden Lebens, dessen „unablässige Fortbildung“ keinem erkennbaren Plan mehr zu folgen scheint. Liest man das Schauspiel als einen zusammenhängenden Text, dann ist das Meer, dessen Zurückdrängung der Protagonist drei Akte später in Angriff nehmen wird, dasselbe, das hier als „Uranfang“ des Lebens gezeigt worden ist; Fausts letztes großes Vorhaben ist nicht nur ein Landgewinnungs-, sondern auch ein Meeresverdrängungsprojekt. Aus dieser Neulektüre ergibt sich eine aufregend neue Perspektive auf das vieldiskutierte Thema von Goethes ökologischer Zeitkritik.

Prof. Dr. Heinrich Detering ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen. Der Vortrag stellt ein Kapitel seines neuen Buches über ‚Die Entdeckung der Ökologie in der Literatur von Haller bis Humboldt‘ zur Diskussion.

Daten der Veranstaltung

Referent/in Prof. Dr. Heinrich Detering
Veranstaltungsort Arkadensaal
Termin 21.10.2020
von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
max. Teilnehmerzahl Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt.
Veranstaltungskosten Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder)
  4,00 € (Gäste)
Kontakt Frau Frank
E-Mail anmeldung@goethehaus-frankfurt.de
Telefon: 069 / 13880-0

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