16. Oktober, 19.00 Uhr: Margaretha Huber: Schönes Zauberbild Helena - Goethes Helena-Akt im Faust II

„Es ist Zeit, dass der leidenschaftliche Zwiespalt zwischen Klassikern und Romantikern sich endlich versöhne” schreibt Goethe in einem Brief (23. September 1827) an Jakob Ludwig Iken. In der von Unterbrechungen gezeichneten lebenslangen Beschäftigung Goethes mit dem Faust-Stoff ist der „Helena-Akt” im Faust II das Zeugnis einer auffallenden Annäherung von Klassik und Romantik. Der „Helena-Akt”, schon vor seiner EinfĂĽgung in die Faust-Tragödie veröffentlicht als „Klassisch-Romantische Phantasmagorie”, regt dazu an, das gesamte Faust-Unternehmen auch im Sinne dieses die Epoche scheinbar kennzeichnenden Zwiespaltes und seiner Ăśberwindung neu zu erkunden.

Im Vortrag wird eingegangen auf den euripideischen Helena-Stoff, der eine der Grundlagen zu Goethes „Helena-Akt” bildet und ebenso auf die ‚Italienische Reise”, als erneutem AnstoĂź fĂĽr die Klassikbegeisterung des Dichters im Sinne Winckelmanns, aber auch als Begegnung mit einer christlichen Bilderwelt, einem Nachleben der Antike, die das Kunsturteil Goethes herausfordert und auch Eingang findet in seine Faust-Dichtung.

Dr. Margaretha Huber ist Philosophin und lebt – nach vielen Jahren in Rom – in MĂĽnchen. Zahlreiche ihrer Vorträge sind im Stroemfeld Verlag publiziert.

mehr ...

 

© copyright 2007 by Werkbank® - werkbank multimedia gmbh - www.werkbank.com - all rights reserved