Projektbeschreibung "Wo Goethe wohnt - Zerstörung und Wiederaufbau"
Projektbeschreibung "Wo Goethe wohnt - Zerstörung und Wiederaufbau"
Kinder und Jugendliche erleben die Welt, in der sie aufwachsen, oft als etwas, das schon immer da war. Über der Vergangenheit liegt dichter Nebel, der Jahreszahlen, Abläufe und Ereignisse für sie ununterscheidbar macht. Für Lehrkräfte stellt diese Situation eine ständige Herausforderung dar, der nicht immer allein durch herkömmlichen Fachunterricht begegnet werden kann.
Das Frankfurter Goethe-Museum zeigt in Kooperation mit dem Historischen Museum mit dem Projekt „Wo Goethe wohnt“ Wege auf, das Vergehen der Zeit am Beispiel der Geschichte des Frankfurter Goethe-Hauses und der Altstadt für Schüler erfahrbar und begreiflich zu machen.
Für so gut wie jeden Schüler ist ein Besuch des Goethe-Hauses gewöhnlich einmal in der Schulzeit Pflicht. Die Küche, die gelbe Stube, in der Mutter Aja Besucher empfing, die Bibliothek des Vaters, das Pult, an dem der Dichter schrieb - alles noch da, von jeher und für immer? Nur wenige wissen, dass dort praktisch kein Stein mehr auf dem andern steht. Ob dort noch Goethe wohnt? Und warum heißt die Altstadt Altstadt? Was ist dort alt, was neu, was Original, was Rekonstruktion?
Die gegenwärtig heftig und engagiert geführte Debatte zum Thema Zerstörung und Wiederaufbau, z. B. zur Wiederherstellung des Berliner Stadtschlosses und zu den Plänen für die Gestaltung der Frankfurter Altstadt, kann in diesem Projekt für Schüler konkret und anschaulich werden und in den älteren Jahrgängen für reichlich Diskussionsstoff sorgen.
Für die praktische Umsetzung des Projekts bietet das Goethe-Museum in Kooperation mit dem Historischen Museum im Rahmen der Ausstellung zur Geschichte des Freien Deutschen Hochstifts, zu dem das Goethe-Haus gehört, vom 10. November 2009 bis 19. März 2010 Projekttage für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 an.

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