Was ist Romantik?

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- diese Frage fĂĽhrt ins Zentrum einer Debatte, die schon unter den Romantikern selbst aktuell war und die bis heute um die Schwierigkeiten einer Begriffsbestimmung gefĂĽhrt wird. 1797 heiĂźt es in einem Brief Friedrich Schlegels an seinen Bruder August Wilhelm ironisch: „Meine Erklärung des Worts Romantisch kann ich Dir nicht gut schicken, weil sie – 125 Bogen lang ist.“ Dabei sind Offenheit und Facettenreichtum des Begriffs eigentlich ganz im Sinne der Romantiker, die nichts von starren Systemen oder eingrenzenden Regeln hielten.

Was vielen heute als romantisch gilt, meint oft nicht mehr als sentimentale GemĂĽtszustände wie Liebe und Sehnsucht, atmosphärische Situationen wie Sonnenuntergang und Mondschein oder Behaglichkeit schaffende Accessoires wie Kerzen und Rosen. Der Anspruch der Romantiker aber ging wesentlich weiter: Angestrebt wurde nichts weniger als eine komplette Transformation der Wirklichkeit mit den Mitteln von Poesie und Kunst. Das hochgesteckte Ziel einer ‚Romantisierung’ der Welt strebt eine Aufhebung der Trennung zwischen Philosophie, Literatur, Naturwissenschaft und Alltagspraxis an und erschöpft sich nicht in der Programmatik einer bloĂź literarischen Strömung. Charakteristika der Bewegung sind die Abkehr von den klassischen Vorbildern, die Absage an den Primat der Vernunft und die ZurĂĽckweisung des rationalistischen Systemdenkens, die Exploration des Phantastischen, die Hinwendung zu volkstĂĽmlichen Mythen und Sagen sowie die Entdeckung des Unheimlichen und Unbewussten. Eine junge Generation verschaffte einem neuen LebensgefĂĽhl Ausdruck.

FLYER der Programmreihe

 

20.02. WAS IST ROMANTIK?

20.03. FRIEDRICH HĂ–LDERLIN ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

24.04. KARL MARX – EIN ROMANTIKER

01.11. DER ROMAN DES FREIHERRN VON VIEREN

27.11. BETTINE VON ARNIM UND DIE MEDIZIN

 

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