Zu den religiösen Genies, Herrnhutern und Stillen im Lande

Die Exkursion ist leider ausgebucht

 

Die in der Wetterau, teilweise auch in Frankfurt selbst, angesiedelten neuen Propheten,  die Herrnhuter um Graf Zinzendorf und andere dem verordneten Kirchenwesen fernbleibende Gottsucher haben Goethe seit Kindertagen fasziniert. Während der Frankfurter Krankheitskrise, im Umgang mit Fräulein von Klettenberg, hat er sich der  Frömmigkeit dieser Sonderlinge vom radikalen Flügel des Pietismus genähert, im September 1769 ist er zur herrnhutischen Synode nach Marienborn gereist, hat Zinzendorfs Tochter und seinen Nachfolger Spangenberg kennen gelernt. Sein Genie-Konzept erhielt markante Impulse von den zungenredenden Inspirierten.

In diese Welt führt unsere, von Prof. Dr. Hans-Jürgen Schrader, Universität Genf, geleitete Exkursion: zunächst nach Büdingen, ins Schlossarchiv der Ysenburger Fürsten. Der tolerante Graf Ernst Casimir (1693–1749) hatte die Ansiedlung der Separatistenschar ermöglicht. Auf der Ronneburg hat er Inspirierten Zuflucht gewährt, dann den aus Sachsen vertriebenen Herrnhutern. Die haben sich 1737 die stattliche Siedlung „Herrnhaag“ gebaut, das Kloster Marienborn (abgebrannt 1890) als Konvikt genutzt. Schon Goethe konnte hier nur mehr Reste verflossener Herrlichkeit beschauen. Denn der Sohn des Büdinger Grafen widerrief die Privilegien der Landesfremden, so dass viele bereits (meist nach Amerika) abgezogen waren. Ihren Geist aber erahnt man noch heute an den Stätten ihrer Wirksamkeit.

Daten der Veranstaltung

Referent/in Prof. Dr. Hans-Jürgen Schrader, Universität Genf
Termin 12.08.2011
von 09:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Anmeldefrist 02.08.2011
Veranstaltungskosten 40,00 € (Mitglieder)
  55,00 € (Gäste)
Kontakt Martina Falkenau
E-Mail info@goethehaus-frankfurt.de
Telefon: 069 / 13880-0

Hinweise für Teilnehmer

Literaturempfehlungen auf Anfrage

Exkursion nach Büdingen, Herrnhag, Ronneburg/Marienborn, geleitet von Prof. Dr.  Hansjürgen Schrader, Universität Genf.

Die Fahrt im Reisebus beginnt um 9.30 Uhr am Goethe-Haus und endet dort gegen 19.00 Uhr.

Die Kosten für das Mittagessen sind nicht im Preis enthalten.

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