Zeitgenossenschaft mit dem Leser
Seit dem Erscheinen von ‚Geister und Kunst. Neuigkeiten aus dem Zauberberg’ (1995) zählt der Literaturwissenschaftler Michael Maar zu den bedeutendsten deutschen Literaturkritikern der jüngeren Generation. In unnachahmlicher Weise setzt er sich, kenntnisreich und gleichzeitig unterhaltsam, vor allem mit den Klassikern der Moderne auseinander. Über Thomas Mann und Vladimir Nabokov hat Michael Maar Bücher geschrieben, in denen er mit neuem Blick auf unbeachtet gebliebene biografische Details Neuinterpretationen von großer Tragweite gewagt hat. Sein Band ‚Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte’ wurde von Lesern und Kritikern als wahre „Fundgrube“ gelobt, als ein „Spiel zwischen Autor und Leser, an dem Nabokov sicher seine helle Freude gehabt hätte“, mutmaßt Martin Mosebach.
- Michael Maar hat für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 2010 den Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der er seit 2002 angehört, und zuletzt den Heinrich-Mann-Preis.
Michael Maar liest an diesem Abend aus dem 2009 erschienenen Band über Marcel Proust, der seinen Spürsinn in ganz besonderer Weise geweckt hat. In ‚Proust Pharao’ präsentiert er seine erstaunlichen Funde in sieben Essays und führt den Leser zu den Schlüsselstellen von Prousts Epos über die Suche nach der verlorenen Zeit. Außerdem stellt er uns biographische Literaten-Porträts aus dem Band ‚Leoparden im Tempel’ (2007) vor, die selbst das sind, was sie beschreiben: exzellente Literatur.
Daten der Veranstaltung
| Referent/in | Michael Maar |
| Veranstaltungsort | Arkadensaal |
| Termin |
27.09.2011 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt. |
| Veranstaltungskosten | 3,00 € (Mitglieder) |
| 6,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Martina Falkenau |
| anmeldung@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-0 |
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