Politische Lektüren
Politische Lektüren
Die Rezeption der Brüder Heinrich und Thomas Mann in den beiden deutschen Staaten
Der Vortrag fragt anhand der Reaktion auf den Tod von Heinrich Mann (1950) und Thomas Mann (1955), wie die beiden Schriftsteller in den beiden deutschen Staaten rezipiert wurden. Deutlich wird dabei, dass der Blick der Deutschen auf die Brüder Mann in einer Kontinuität steht, die 1933 ihren Anfang nahm. Die Rolle im Exil und nach 1945, mithin die politische Komponente, spielt entscheidend in die Wirkungsgeschichte hinein. Der Vortrag versucht zu zeigen, wie nach 1945 Weichen gestellt wurden, die bis heute unser Bild der Brüder Mann prägen. Auffallend dabei ist, dass die Rezeption Heinrich Manns von Beginn an eine stärker politisch ausgerichtete ist und das poetische Programm kaum in den Blick genommen wird. Bei Thomas Mann stellt sich die Situation umgekehrt dar: Hier wird das Politische als das Unwesentliche dem Ästhetischen untergeordnet.
- Hans Wißkirchen hat Germanistik und Philosophie studiert und über Thomas Mann promoviert. Er ist Präsident der Deutschen Thomas Mann- Gesellschaft, seit 2006 Honorarprofessor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität zu Lübeck und geschäftsführender Direktor der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck/die Lübecker Museen. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Familie Mann veröffentlicht, u.a. den Band ‚Die Welt der Buddenbrooks’ im Jahr 2008.
Daten der Veranstaltung
| Referent/in | Prof. Dr. Hans Wißkirchen |
| Veranstaltungsort | Arkadensaal |
| Termin |
16.11.2010 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt. |
| Veranstaltungskosten | Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder) |
| 4,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Mona Strey |
| mstrey@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-266 |
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