Naturlyrik
Naturlyrik
Vor zwei Jahren hat Klaus Reichert mit seinem Vortrag zur Geschichte der Liebeslyrik begeistert. Nun spürt er in einem Streifzug durch die Literaturgeschichte von Hiob bis Ingeborg Bachmann dem Naturmotiv in der Poesie nach und stellt exemplarische Gedichte vom Alten Testament bis in die Moderne vor. Naturlyrik im engeren Sinne ist jedoch noch ein relativ junges Genre, das sich erst im Barock herauszubilden begann und zumal in der Romantik schwärmerische Blüten trieb. Naturlyrik ist oft nur ein Vehikel, um mit Gott oder mit der eigenen Seele ins Gespräch zu kommen. Erst relativ spät – bei Goethe, Eichendorff, Mörike, Droste-Hülshoff – rückt die ‚Natur als solche’ ins Blickfeld der Lyrik und wird in ihrem Eigenwert zum dichterischen Thema. Im 20. Jahrhundert ist sie schließlich geschwunden und zerstückt, so wie das Menschenbild auch.
- Klaus Reichert war bis 2003 Professor für englische Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Der Essayist, Lyriker und Übersetzer ist seit 2002 Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Neben verschiedenen anderen Auszeichnungen wurde Klaus Reichert zur Buchmesse 2007 der „Preis der Kritik“ verliehen.
Daten der Veranstaltung
| Referent/in | Prof. Dr. Klaus Reichert |
| Veranstaltungsort | Arkadensaal |
| Termin |
07.06.2010 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt. |
| Veranstaltungskosten | 3,00 € (Mitglieder) |
| 6,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Mona Strey |
| mstrey@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-266 |
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