Nabokovs ‚Eugen Onegin’

Dr. Sabine Baumann präsentiert ihre Übersetzung von Puschkins ‚Onegin’ und
Nabokovs Kommentar

 

Neben ‚Lolita’ sah Vladimir Nabokov die Übersetzung und Kommentierung von Puschkins ‚Eugen Onegin’ als sein Hauptwerk an. Der Roman und Nabokovs umfangreicher Kommentar sind 2009 in der viel gelobten Übersetzung von Sabine Baumann im Stroemfeld Verlag erschienen. Nabokov verstand sich nicht nur als Leser und Schüler Puschkins, er wollte auch sein Vermittler und Bewahrer sein. Nachdem er bei Übersetzungsproben in früheren Jahren noch weitgehend das strenge Reimschema der jeweils vierzehnzeiligen jambischen Strophen des ‚Onegin’ nachvollzogen hatte, kam er 1955 zu folgenden Schlüssen: „1. Eine gereimte Übersetzung des ‚Onegin’ ist unmöglich. 2. Es ist hingegen möglich, in einer Reihe von Fußnoten die Modulationen und Reime des Textes und ebenso alle seine Assoziationen und besonderen Merkmale zu beschreiben. 3. Es ist ebenfalls möglich, ‚Onegin’ einigermaßen sinngetreu zu übersetzen, indem die vierzehn gereimten vierhebigen Zeilen jeder Strophe durch vierzehn reimlose Zeilen von verschiedener Länge ersetzt werden, vom jambischen Dimeter bis zum jambischen Pentameter.“

Der Lesung geht ein Gespräch der Übersetzerin mit dem Verleger KD Wolff und Prof. Dr. Anne Bohnenkamp voraus.

  • Sabine Baumann übersetzt nach Nabokovs Prinzip. „Vorbildlicher, als es hier geschehen ist, kann man mit einem Buch als Übersetzerin kaum umgehen. Sie hat damit Nabokov einen Traum erfüllt…“. (FAZ)

Daten der Veranstaltung

Referent/in Dr. Sabine Baumann
KD Wolff
Prof. Dr. Anne Bohnenkamp
Veranstaltungsort Arkadensaal
Termin 08.03.2011
von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
max. Teilnehmerzahl Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt.
Veranstaltungskosten 3,00 € (Mitglieder)
  6,00 € (Gäste)
Kontakt Mona Strey
E-Mail mstrey@goethehaus-frankfurt.de
Telefon: 069 / 13880-266

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