Literarische Handschriften, wozu?
Aus der Werkstatt der „critique gĂ©nĂ©tique“
Was ist und zu welchem Zweck betreibt man „critique gĂ©nĂ©tique“? 1994 erschien – zunächst in französischer, dann 1999 auch in deutscher Sprache – Almuth GrĂ©sillons grundlegende Arbeit ĂĽber die „critique gĂ©nĂ©tique“: eine systematisch angelegte EinfĂĽhrung in den Umgang mit literarischen Handschriften vom ersten Sichten, Beschreiben und Verzeichnen bis hin zu den Möglichkeiten, die Ergebnisse genetischer Analysen interpretatorisch und editorisch auszuwerten.
In den 70er Jahren hat sich in Frankreich diese literaturwissenschaftlicheMethode aus dem Strukturalismus heraus entwickelt. Sie interessiert sich – im Gegensatz zu der gleichzeitig in Deutschland entstehenden Rezeptionsästhetik – fĂĽr die Produktion literarischer Werke und hat die Untersuchung literarischer Handschriften zum Gegenstand.
In ihrem Vortrag behandelt Almuth GrĂ©sillon spezifische Fragestellungen der „critique gĂ©nĂ©tique“, zeigt, wie diese literaturwissenschaftliche Methode versucht, eine Typologie literarischer Schreibprozesse nachzuzeichnen und zeigt die Querverbindungen zur im deutschen Sprachraum ansässigen „historischkritischen Ausgabe“ auf.
- Almuth Grésillon ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut des Textes et Manuscrits Modernes (ITEM) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats im Freien Deutschen Hochstift.
Daten der Veranstaltung
| Referent/in | Prof. Dr. Almuth Grésillon |
| Veranstaltungsort | Arkadensaal |
| Termin |
05.10.2011 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt. |
| Veranstaltungskosten | Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder) |
| 4,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Martina Falkenau |
| anmeldung@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-0 |
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