Krise und Aufbruch. Die Wirtschaft der Goethe-Zeit

Goethes Lebenszeit von 1749 bis 1832 umfasst – wirtschaftshistorisch gesehen – einen der wichtigsten Abschnitte der jüngeren Geschichte: Die Zeit der Industriellen Revolution. Sie ging in den 1770er Jahren von England aus und erfasste nach und nach auch den europäischen Kontinent. Mit der Industrialisierung endeten jahrhundertealte Lebensweisen. Dieser Wandel war von Krisen, Zerstörung und Elend ebenso begleitet, wie er neue Hoffnung kannte. Auch wenn für die Masse der Menschen der Aufbruch sich erst in den 1820er und 1830er Jahren zeigen sollte: das Neue war schon zuvor  unübersehbar. Geld und Maschinen spielten eine immer größere Rolle. Der Rhythmus des Lebens änderte sich – der Pulsschlag der Wirtschaft wurde stählern, mechanisch, schnell, unaufhörlich. Gleichwohl war die Trauer über den Untergang der alten Welt begrenzt, zu sehr war sie von Armut und Elend geprägt. Was Goethe angesichts der Kanonade von Valmy gesagt haben soll, auf die Wirtschaft trifft es unbedingt zu: In seiner Lebensspanne ging eine Welt zugrunde und eine neue entstand. Und Goethe konnte zu Recht sagen, er sei dabei gewesen.

Werner Plumpe ist Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt. Er ist u.a. Vorsitzender des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, Mitglied der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Frankfurter Historischen Kommission. Zu seinen neuesten Veröffentlichungen gehört der 2010 erschienene Band ‚Wirtschaftskrisen. Geschichte und Gegenwart‘.

Daten der Veranstaltung

Referent/in Prof. Dr. Werner Plumpe
Veranstaltungsort Commerzbank-Hochhaus
Termin 20.09.2012
von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
max. Teilnehmerzahl 200
Anmeldefrist 07.09.2012
Veranstaltungskosten Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder)
Kontakt Martina Falkenau
E-Mail anmeldung@goethehaus-frankfurt.de
Telefon: 069 / 13880-0

Hinweise für Teilnehmer

Einlass bis 18.30 Uhr, nur mit Personalausweis

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