Karl Philipp Moritz
Karl Philipp Moritz
Literarischer Repräsentant der Goethezeit und Vorläufer der Psychoanalyse
in Kooperation mit der Schopenhauer-Gesellschaft
Karl Philipp Moritz (1756 - 1793) gehört zu den herausragenden Autoren, die Heine der "Kunstperiode" zurechnet. Dennoch ist er heute unverdient in Vergessenheit geraten. Moritz ist "Popularphilosoph" im Sinn der deutschen Aufklärung, scharfsinniger Beobachter seiner selbst im Roman 'Anton Reiser', einem autobiographischen wie zeitgeschichtlich bedeutsamen Dokument. Moritz lernte Goethe in Rom kennen. Aus ihrer Freundschaft und Kunstbetrachtung entstand Moritz' ästhetische Hauptschrift 'Von der bildenden Nachahmung des Schönen'. Goethe hat dieses Werk im hohen Alter als "Fundament unsrer nachher mehr entwickelten Denkart" bezeichnet. Von der Selbstbeobachtung gelangte Moritz zu einer Psychologie, die er "Erfahrungsseelenkunde" nannte und der er zehn Jahrgänge einer Zeitschrift gewidmet hat. Sowohl in seiner Dichtung als auch in seinen wissenschaftlichen Arbeiten ließ Moritz sich von der Idee der Humanität leiten.
- Alfred Schmidt, Schüler von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, lehrte von 1972 bsi 1999 Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt. Seine Hauptforschungsgebiete sund die Kritische Theorie der Frankfurter Schule, Geschichte des Materialismus, Religionsphilosophie, Schopenhauer u.a. 1989 wurde ihm die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main und 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Daten der Veranstaltung
| Referent/in | Alfred Schmidt |
| Termin |
17.11.2009 von 19:00 Uhr bis 21:30 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | 190 |
| Veranstaltungskosten | Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder) |
| 4,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Frau Strey |
| mstrey@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-266 |
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