Historisch-kritische Hybrid-Edition von Goethes ‚Faust’
„Natur- und Kunstwerke lernt man nicht kennen, wenn sie fertig sind; man muß sie im Entstehen aufhaschen, um sie einigermaßen zu begreifen.“
Goethe an Zelter, 4. August 1803
An seinem dramatischen Hauptwerk hat der Dichter fast sein ganzes Leben geschrieben; die erste Fassung, der ‚Urfaust’, ist am Großen Hirschgraben in Frankfurt entstanden. Im Freien Deutschen Hochstift wird seit Anfang 2009 eine historisch-kritische Ausgabe des Goetheschen Hauptwerks erarbeitet: Erstaunlicherweise ist der Reichtum der überlieferten ‚Faust’-Handschriften bis heute editorisch nicht erschlossen. Nach wie vor fehlt eine Ausgabe, die es erlaubt, die Entwicklung an den zahlreich erhaltenen Handschriften zu verfolgen. Ziel der kleinen ‚Faust’-Arbeitsgruppe, die im Freien Deutschen Hochstift von Anne Bohnenkamp geleitet wird, ist eine Hybrid-Ausgabe, die die überlieferten Zeugnisse aus Goethes Werkstatt sowohl in einer Faksimile-Edition in Buchgestalt als auch in einem innovativen genetischen Apparat der Forschung zugänglich macht. Es geht um die Dokumentation aller vorhandenen Handschriften und um die Darstellung des konkreten, aus diesen Textzeugen zu rekonstruierenden Arbeits- und Schreibprozesses Goethes am ‚Faust‘.
Die Ausgabe entsteht in Kooperation mit Prof. Dr. Fotis Jannidis (Universität Würzburg) und dem Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar (Dr. Silke Henke). Sie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.
Daten der Veranstaltung
| Referent/in | Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken |
| Veranstaltungsort | Arkadensaal |
| Termin |
06.09.2011 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt. |
| Veranstaltungskosten | Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder) |
| 4,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Martina Falkenau |
| info@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-0 |
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