Farbenlehre und Lichtkult

Farbenlehre und Lichtkult

Goethes Dornburger Gedichte
 

In seinen späten Texten sucht Goethe immer wieder letzte Formeln dessen, worĂĽber er in Menschenleben lang, an den Grenzen zwischen Naturwissenschaft, Metaphysik und Poesie, nachgedacht hat. So verbinden die beiden ‚Dornburger Gedichte’ von 1828 auf engstem Raum und in zartesten Andeutungen Farbenlehre und Alchemie, wissenschaftliche Naturbeobachtung und mythische Muster. Sie eröffnen damit einen neuen Blick auf weite Zusammenhänge von Goethes später Lyrik.

Der Aufenthalt in den Dornburger Gärten war dem alten Dichter eine besondere Freude und Erholung. Das belegen zahlreiche Briefe und Tagebuchaufzeichnungen, vor allem aber die beiden in diesen Tagen verfassten Gedichte. Das eine, ‚Dem aufgehenden Vollmonde’, sandte Goethe zunächst an Zelter, später auch an Marianne von Willemer. In dem anderen, ‚Dornburg, September 1828’, hält er ein faszinierendes Naturschauspiel fest und weitet es zu gleichsam kosmischer Gläubigkeit.

 

  • Heinrich Detering studierte Deutsche Philologie, Skandinavistik, Theologie und Philosophie in Göttingen und Heidelberg. Er ist seit 2005 Inhaber des Lehrstuhls fĂĽr Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft in Göttingen. Seit 1997 ist er Mitglied in der Deutschen Akademie fĂĽr Sprache und Dichtung, seit 2003 in der Göttinger Akademie der Wissenschaften und der Dänischen Akademie der Wissenschaften. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen bei Thomas Mann, in den deutsch-skandinavischen Literaturbeziehungen und in der Kunstreligion.

Daten der Veranstaltung

Referent/in Prof. Dr. Heinrich Detering
Veranstaltungsort Arkadensaal
Termin 22.02.2010
von 19:00 Uhr bis 21:30 Uhr
max. Teilnehmerzahl Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt.
Veranstaltungskosten Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder)
  4,00 € (Gäste)
Kontakt Mona Strey
E-Mail mstrey@goethehaus-frankfurt.de
Telefon: 069 / 13880-266

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