Experimentum Lucis
Zur gelungenen Invertierung von Newtons „experimentum crucis“ im Sinne des Goetheschen Symmetrieprinzips
In seiner Farbenlehre von 1810 zielte Goethe auf eine Gesamterfassung des Phänomens Farbe in allen Bereichen ihres Auftretens. Dabei ging er selbstverständlich von einer Symmetrie von Hell und Dunkel, Licht und Finsternis aus, einer Symmetrie, die er auch in seinen prismatischen Experimenten fand und die ihn zur Gleichstellung des „umgekehrten“Spektrums mit dem wohlbekannten „gewöhnlichen“ Spektrum veranlasste. Damit widersprach er den auf Newton zurückgehenden Grundannahmen der Physik über die Natur des Lichts und der Farbentstehung. Die in Newtons „experimentum crucis“ verankerte Nicht-Invertierbarkeit galt lange als ultimativer Punkt des Scheiterns des Symmetrieprinzips. Wie allerdings jüngst in überraschender Weise gezeigt wurde, ist dieses Experiment sehr wohl invertierbar, wenn nur das Symmetrieprinzip konsequent durchdacht und mit modernen optischen Mitteln experimentell realisiert wird. Die damit herausgeforderte Neubestimmung der Reichweite des Goetheschen Symmetrieprinzips trifft sich mit allgemeineren Einsichten der Wissenschaftsphilosophie und neuen historischen Verortungen der Goetheschen Unternehmung.
In der Veranstaltung sollen die neuen Experimente im Einzelnen vorgestellt und in historischer, philosophischer und physikalischer Perspektive diskutiert werden. Die Veranstaltung umfasst drei Vorträge und ausführliche Experimentalvorführungen.
| 10:00 – 10:30 | Vorstellung und Vorblick auf die Veranstaltung |
| 10:30 – 13:00 | Goethe, die Physik und die Verallgemeinerung von Newtons experimentum crucis (Grebe-Ellis, Rang) |
| 13:00 – 14:00 | Mittagspause |
| 14:00 – 15:00 | Goethes Umkehrungsidee aus Sicht der gegenwärtigen Wissenschaftsphilosophie (Müller) |
| 15:00 – 15:15 | Kaffeepause |
| 15:15 – 16:15 | Das umgekehrte Spektrum und die Invertierung des experimentum crucis: Ein historischer Abriss (Steinle) |
| 15:15 – 17:00 | Abschlussgespräch mit den Teilnehmern |
Daten der Veranstaltung
| Referent/in |
Prof. Dr. Johannes Grebe-Ellis und Matthias Rang (Physik, Uni Lüneburg) Prof. Dr. Olaf Müller (Philosophie, HU Berlin) Prof. Dr. Friedrich Steinle )Wissenschaftsgeschichte, TU Berlin) |
| Termin |
26.03.2011 von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | 80 |
| Anmeldefrist | 25.03.2010 |
| Veranstaltungskosten | Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder) |
| 10,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Mona Strey |
| mstrey@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-266 |
Hinweise für Teilnehmer
je Vortrag 4,00 €
Teilnahmegebür gesamt 10,00 €
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