Ernst Beutler und Amerika
Mit keinem anderen Land war Ernst Beutler, Direktor des Freien Deutschen Hochstifts von 1925 bis 1960, so vertraut wie mit den Vereinigten Staaten. Aus finanziellen Hilfen der Carl Schurz Memorial Foundation bei der Errichtung des Goethe-Museums 1932 ergaben sich enge Beziehungen zu Vertretern des kulturellen und akademischen Lebens in Amerika. Dreimal unternahm er längere Reisen dorthin, um an Universitäten des Ostens und des Mittelwestens Vorträge über Goethes Elternhaus und das alte Frankfurt zu halten. Angesichts seiner Einstufung als „politisch unzuverlässig“ durch die NS-Behörden dachte er sogar daran, sich um eine Professur an einer amerikanischen Universität zu bewerben. Amerikanische Freunde unterstützten ihn beim Wiederaufbau des Goethe-Hauses. Wie sehr Beutler die Vereinigten Staaten, „das Land und Volk lieben lernte“, drückte er in einer Reihe von Vorträgen aus. Den Themenkreis „Goethe und Amerika in ihren Wechselbeziehungen“ behandelte er in seinen ‚Essays’.
Peter Boerner wurde 1926 in Estland geboren. Er studierte an der Universität Frankfurt und am Europa-Kolleg in Brügge. Sein Doktorvater war Ernst Beutler. Er war Kustos des Goethe-Museums in Düsseldorf, dann Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der University of Wisconsin. Seit 1971 hat er einen Lehrstuhl für deutsche Literatur an der Indiana University in Bloomington inne. Mit Goethe hat Boerner sich in zahlreichen Publikationen befasst, u.a. als Autor einer Goethe-Monographie des Rowohlt Verlags und als Herausgeber der Goethe-Ausgabe des Deutschen Taschenbuch Verlags.
Daten der Veranstaltung
| Referent/in | Prof. Dr. Peter Boerner |
| Veranstaltungsort | Seekatzsaal |
| Termin |
22.05.2012 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr |
| max. Teilnehmerzahl | 60 |
| Anmeldefrist | 20.05.2012 |
| Veranstaltungskosten | Die Veranstaltung ist kostenlos. (Mitglieder) |
| 4,00 € (Gäste) | |
| Kontakt | Martina Falkenau |
| anmeldung@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-0 |
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