Eigensinn und Geselligkeit

Der Vortrag entfällt leider wegen Krankheit der Autorin.

 

Eigensinn und Geselligkeit

Matthias Claudius im Kontext seiner Zeit

 

Matthias Claudius (1740 -1815), Zeitgenosse Goethes, ist im allgemeinen Bewusstsein nur noch mit wenigen Versen lebendig – darunter das Abendlied ‚Der Mond ist aufgegangen’, ‚Der Tod und das Mädchen’, ‚Kriegslied’. In einer hauptsächlich am Zentralgestirn der Weimarer Klassik orientierten Literaturgeschichtsschreibung wird er immer noch unter die „AuĂźenseiter der Zeit“ gezählt. Seiner Selbststilisierung als einfältiger Wandsbecker Bote nach der Titelfigur der von ihm redigierten Zeitung gingen schon die Zeitgenossen auf den Leim. Hinter dem Bild des frommen Idyllikers und Familienvaters wurde häufig ĂĽbersehen, wie engagiert dieser eigensinnige und innerlich selbständige Mann am Zeitgeschehen teilnahm: als Journalist, „Homme de Lettres“ und Poet, mit humorvoll-kritischen  Kommentaren, Randglossen und Widerreden. Nur selten wurde bemerkt, wie viele Spuren der Austausch mit den bedeutendsten Köpfen der Zeit in seinem schmalen Werk hinterlassen hat. Das zeigt sich besonders bei einer biographischen Annäherung, die sich  mit Goethe vornimmt, „den Menschen in seinen Zeitverhältnissen darzustellen“. Zum 270. Geburtstag des Autors im August 2010 erscheint im Insel-Verlag eine von Annelen Kranefuss verfasste Biographie, die Claudius’ Leben und Werk durch das Gegensatzpaar „Eigensinn und Geselligkeit“ bestimmt sieht.

 

  • Annelen Kranefuss war nach dem Studium der Literaturwissenschaft in Göttingen, das sie mit einer Dissertation ĂĽber Matthias Claudius’ Lyrik abschloss, bis 2000 Literatur-Redakteurin im Westdeutschen Rundfunk Köln (Fernsehen und Hörfunk).

Daten der Veranstaltung

Referent/in Annelen Kranefuss
Veranstaltungsort Seekatzsaal
Termin 14.09.2010
von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
max. Teilnehmerzahl Die Zahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung ist nicht begrenzt.
Veranstaltungskosten 3,00 € (Mitglieder)
  6,00 € (Gäste)
Kontakt Mona Strey
E-Mail mstrey@goethehaus-frankfurt.de
Telefon: 069 / 13880-266

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