Lied & Lyrik

Lied & Lyrik

Wussten Sie, dass das Frankfurter Goethe-Haus einer der Ă€ltesten AuffĂŒhrungsorte fĂŒr die Gattung Lied ist? Unter der Verantwortung von RĂŒdiger Volhard haben sich die Liederabende seit vielen Jahren zu einer festen GrĂ¶ĂŸe im Frankfurter Musikleben entwickelt. Im dritten Jahr liegt die Gestaltung in den HĂ€nden der Mezzosopranistin und Gesangsprofessorin Hedwig Fassbender, die in der Konzeption der Abende vom Pianisten Hilko Dumno und dem Sprecher Mathias Hermann unterstĂŒtzt wird.

Nach den erfolgreichen ersten Jahren „Lied und Lyrik“ werden Sie auch 2018 wie gewohnt in den Genuss erstklassiger Liederabende kommen. Erweitert werden die Abende durch das gesprochene Wort, das in thematischem Bezug zum jeweiligen Schwerpunkt des Programms steht.

Die SĂ€nger sind auch die Rezitatoren der Gedichte.

Der Schauspieler und Sprecher Mathias Hermann zeichnet sich fĂŒr die Gedichtauswahl verantwortlich und erarbeitet auch die Texte mit den SĂ€ngern. Diese Form ist einmalig in Frankfurt und so nur im Goethehaus zu erleben. Alle Musiker haben vielfĂ€ltige Erfahrung im Lied und fĂŒhlen sich dieser Kunstgattung in besonderer Weise zugeneigt. Um Kollisionen mit den Liederabenden der Oper Frankfurt zu vermeiden, sind ab diesem Jahr unsere Konzerte IMMER MITTWOCHS UM 19.30 UHR.

Freuen Sie sich mit uns gemeinsam auf das neue Jahr "Lied & LyriK"!

 

Prof. Dr. Anne Bohnenkamp

 

 

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FLYER der Veranstaltungsreihe

 

VerklÀrte Nacht

Vertonungen nach Gedichten von Richard Dehmel (1863–1920)

Samantha Gaul, Sopran
Marie Seidler, Mezzosopran
Götz Payer, Klavier

Ich trag ein Kind, und nit von dir,
ich geh in SĂŒnde neben dir.
Ich hab mich schwer an mir vergangen;
ich glaubte nicht mehr an ein GlĂŒck
und hatte doch ein schwer Verlangen
nach Lebensfrucht, nach MutterglĂŒck
und Pflicht – da hab ich mich erfrecht,
da ließ ich schaudernd mein Geschlecht
von einem fremden Mann umfangen
und hab mich noch dafĂŒr gesegnet.
Nun hat das Leben sich gerÀcht,
nun bin ich dir, o dir begegnet ...

Richard Dehmel

Es erklingen Gedichte von Richard Dehmel in Vertonungen von Richard
Strauss, Arnold Schönberg, Karol Szymanowski u.a.

Mittwoch, 14. MĂ€rz
19.30 Uhr
Mitglieder 8,00 Euro
GĂ€ste 16,00 Euro

 

Der Mann ist persönlich, das Weib typisch

(Ricarda Huch) Dichterinnen

 

Emma Moore, Sopran
Sofia Pavone, Mezzosopran
Katsuhisa Mori, Klavier


Ich bin leider gehemmt und stottere,
wenn ich dich treffe, immer nur errötend herum.
Mir wird schnell wechselnd kalt und heiß
und ich wage es nicht,
dir in die Augen zu sehen.
Das Blut schießt in mir hoch
und ich zittre im Fieber.
Ja, ich weiß, das gehört dazu.
Und ich muss es ertragen,
aber sterben kann kaum schlimmer sein.

Sappho (Übertragung von Helmut W. Brinks)

Dieser Abend ist Gedichten von Frauen gewidmet. Sie hören Lieder
nach Texten von Karoline von GĂŒnderrode, Sappho, Emily Dickinson
und Ricarda Huch in Vertonungen von Wolfgang Rihm, Hans JĂŒrgen von
Bose, Aaron Copland, Hans Pfitzner und Viktor Ullmann.

Mittwoch, 18. April
19.30 Uhr
Mitglieder 8,00 Euro
GĂ€ste 16,00 Euro

 

Sehnsucht nach der Waldgegend

Der Wald im Lied

 

Jennifer Kressmann, Sopran
Katharina Magiera, Alt
Hedayet Djeddikar, Klavier

Abendlich schon rauscht der Wald
Aus den tiefsten GrĂŒnden,
Droben wird der Herr nun bald
An die Sternlein zĂŒnden.
Wie so stille in den SchlĂŒnden,
Abendlich nur rauscht der Wald.
Alles geht zu seiner Ruh.
Wald und Welt versausen,
Schauernd hört der Wandrer zu,
Sehnt sich recht nach Hause.
Hier in Waldes stiller Klause,
Herz, geh endlich auch zur Ruh.

Joseph Freiherr von Eichendorff

Vertonungen von Franz Schubert, Robert Schumann, Hugo Wolf u.a.

Mittwoch, 06. Juni
19.30 Uhr
Mitglieder 8,00 Euro
GĂ€ste 16,00 Euro

 

Dir zu eröffnen mein Herz …

Liebeslieder und -Gedichte

 

Ekaterina Aleksandrova, Mezzosopran
Ludwig Mittelhammer, Bariton
Hilko Dumno, Klavier

Dir zu eröffnen / Mein Herz verlangt mich;
Hört’ ich von deinem, / Darnach verlangt mich;
Wie blickt so traurig / Die Welt mich an.
In meinem Sinne / Wohnet mein Freund nur,
Und sonsten keiner / Und keine Feindspur.
Wie Sonnenaufgang / Ward mir ein Vorsatz!
Mein Leben will ich / Nur zum GeschÀfte
Von seiner Liebe / Von heut an machen.
Ich denke seiner, / Mir blutet’s Herz.

Johann Wolfgang von Goethe, West-östlicher Divan

Sie hören Liebeslieder und -gedichte von Goethe in Vertonungen von Charles Gounod, Franz Schubert, Robert Schumann, Hugo Wolf u.a

Mittwoch, 12. September
19.30 Uhr
Mitglieder 8,00 Euro
GĂ€ste 16,00 Euro

 

MaikĂ€fer, flieg …

Zum Weltkriegsende am 11. November 1918

 

Marie Seidler, Mezzosopran
Sebastian Geyer, Bariton
Hilko Dumno, Klavier

... Und ein Schrei von Millionen stieg auf zu den Sternen.
Werden die Menschen es niemals lernen?
Gibt es ein Ding, um das es sich lohnt?
Wer ist das, der da oben thront,
von oben bis unten bespickt mit Orden,
und nur immer befiehlt: Morden! Morden!
Blut und zermalmte Knochen und Dreck ...
Und dann hieß es plötzlich, das Schiff sei leck.
Der KapitÀn hat den Abschied genommen
und ist etwas plötzlich von dannen geschwommen.
Ratlos stehen die Feldgrauen da.
FĂŒr wen das alles? Pro patria? ...

„Krieg dem Kriege“ von Theobald Tiger alias Kurt Tucholsky.

Sie hören Krieg-Lieder von Alexander von Zemlinsky, Gustav Mahler, Robert Schumann, Hanns Eisler, Samuel Barber u.a.

Mittwoch, 14. November
19.30 Uhr
Mitglieder 8,00 Euro
GĂ€ste 16,00 Euro

 

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