Goethe und das Geld
Der Dichter und die moderne Wirtschaft
Goethes Verhältnis zum Geld ist bislang nur wenig in den Blick genommen worden. Im Rahmen der Goethe-Festwoche 2012 nimmt sich nun erstmals eine große Ausstellung dieses facettenreichen Themas an.
Sein Leben lang nahm Goethe regen Anteil an den wirtschaftlichen und finanzpolitischen Entwicklungen seiner Zeit – als Frankfurter Bürger, Geschäftsmann, erfolgreicher Autor und engagierter Minister. In den Diensten Weimars reformierte er das Steuerwesen, verfasste ein Währungsgutachten und bemühte sich um die Wiederbelebung des Silberbergbaus. Lebhaft tauschte er sich mit führenden Ökonomen aus und interessierte sich für technische und wirtschaftliche Innovationen wie die Eisenbahn und das Papiergeld. Doch stellte er deren Konsequenzen vor dem Hintergrund altbewährter Lebensformen und Werte auch in Frage. Diese ambivalente Haltung findet in seinen literarischen Werken ihre eigene, noch heute aktuelle Ausdrucksform.
Die Ausstellung zeigt anhand zahlreicher Exponate Goethes Umgang mit dem Geld. Aus dem Goetheund Schiller-Archiv Weimar wurden wertvolle Originale zur Verfügung gestellt, darunter die Haushaltsbücher Goethes, in denen er Tag für Tag seine Ausgaben auflistete. Von klein auf an rationales Wirtschaftshandeln gewöhnt, wusste der Frankfurter Bürgersohn mit dem Geld umzugehen, es durch geschickte Verhandlungen mit seinen Verlegern zu mehren und sich für die öffentlichen Finanzen einzusetzen.
Daten der Veranstaltung
| Veranstaltungsort | Arkadensaal |
| Termin | 14.09.2012 bis 31.12.2012 |
| Eintritt |
Die Eintrittspreise entnehmen Sie bitte der Seite "Öffnungszeiten & Eintritt" |
| Kontakt | Martina Falkenau |
| anmeldung@goethehaus-frankfurt.de | |
| Telefon: | 069 / 13880-0 |
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