28.03. Vortrag: Dr. Petra Maisak: Nachtmahre und Elfenreigen - FĂĽsslis Traumbilder

Die Darstellung von Träumen und Visionen durchzieht das gesamte Werk von Johann Heinrich FĂĽssli (1741 – 1825). In ZĂĽrich geboren, fand der extravagante KĂĽnstler nach einem Italienaufenthalt seine Wahlheimat in London. Dort brachte dem „wild Swiss“ die Ausstellung des „Nachtmahr“- Gemäldes, in dem Schauer und unverhĂĽllte Erotik aufeinandertreffen, einen Sensationserfolg, aber auch einen handfesten Skandal ein. Mehr als jeder andere KĂĽnstler seiner Epoche versucht FĂĽssli, das Phänomen des Traums in all seinen Erscheinungsformen auszuloten. Er bevölkert den nächtigen Grenzbereich, den die Traumfee Queen Mab beherrscht, mit Dämonen und Elfen und lässt die Schlafenden im Traum Lust oder Schrecken erleben. Es sind kalkulierte Affekte, denn FĂĽssli legt fast allen seinen Traumbildern literarische Anregungen zugrunde: Unter der Maske der Dichtung wird das Irrationale und Spukhafte, das die Aufklärung verbannt hat, zum bildwĂĽrdigen Thema.

 

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